Unfinished Business

Es fing an einer warmen Septembernacht am Alsumer Berg. Zu dunkel für gute Fotos, dachte ich. Und dennoch welche gemacht. Die Hüttenwerke. Die Kokerei Schwelgern. Dann LaPaDu bei Nacht. Der Vollmond und eine Warmfront sorgten für einen spektakulären Himmel und das überbunte Landschaftspark für den Rest. Schon beim ersten mal wusste ich, daß ich dahin zurückgehe. Tat es. Noch einmal. Und nochmal.

Dann kam der Winter. Fast endlose Nächte, endlose Dienste, endlose Kälte, endlose Leere. Die überbunten Lichter des LaPaDu strahlten mich immer noch von den Fotos an, während in der Seele die Lichter verblassten. Monochrom-Stimmung. Mit Rotfilter.

Komme erst dann zurück, als die Tage länger, das Wetter wärmer und die blaue Stunde sich nicht mehr mit dem Arbeitsalltag überschneidet. Niemals geht man so ganz? Scheint was wahres dran zu sein. Lichter und Spiegelungen. Diesmal der Gasometer. Gespiegelt im Wassergraben im OLGA-Park. Das oberhausener Fotoklischee schlechthin. Aber diese bunte Lichter! Auf der Heimfahrt vorbei an "Slinky springs to fame". Spätestens hier hätte ich wissen müssen, es wird noch viele Abende geben und das es Monate, wenn nicht Jahre brauchen würde, bis eine Serie komplett ist. Bisher war es nur ein Stück vom Pott. Dort, wo einst die Hochöfen und heute bunte Lichter die Nacht erhellen. Und in der Seele gingen die Lichter langsam wieder an.

Der Pott, die Kamera und ich. Unfinished business.

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